Tarifa ist der beste Ort, den ich kenne, um ins Neue Jahr zu kiten. Es ist warm, meist windig, die paar Touristen versammeln sich jeden Abend in den drei geöffneten Bars und Sylvester rockt die ganze Stadt bis morgens um 6 Uhr ins Neue Jahr. Was braucht es mehr?

Tarifa als Erlebnisziel an der Südspitze Europas

Aber das schönste daran, die Zeit zwischen den Jahren in Tarifa zu verbringen, ist die Wärme. Kaum fällt man aus dem Flugzeug, das einen in nur 4 Stunden aus dem nasskalten Deutschland an den südlichsten Zipfel des europäischen Festlandes gebracht hat, lacht das Herz über die südspanische Sonne. Michaela hat ein Auto reserviert. Am Autovermietungsschalter drückt uns der Angestellte den Schlüssel für den auf der Website als geräumig beschriebenen Renault Kangoo in die Hand. Gleich nachdem wir auf drei verschiedenen Formularen unterschrieben haben, dass wir mit einem Vermögen haften, sollte sich bei Rückgabe auch nur ein Kratzer im Wagen befinden. Nachdem wir unsere Sachen reingeklemmt haben und ich gerade noch auf die Rückbank passe, fällt mir ein, dass wir ja noch Ute am Flughafen abholen.

„Ich glaub, wir müssen Ute und ihr Gepäck aufs Dach schnallen, machen die in Afrika doch auch immer so und so weit ist Afrika ja nicht weg“ bedenke ich unsere Raumsituation.

Nachdem die anderen beiden kurz abwägen mich aufs Dach zu schnallen, laden wir Ute am Flughafen ein und schaffen es trotz drei Kitebags, 3 Koffern, 4 Handgepäckstücken und vier Personen die Türen zu schließen. Platz ist ja bekanntlich in der kleinsten Hütte, daher laden wir an der nächsten Tankstelle noch ne Palette Bier zu.

Die Landschaft zeigt sich auf der 2-stündigen Fahrt von Malaga Flughafen nach Tarifa von seiner besten Seite und gibt den Blick frei auf das Mittelmeer. In der Ferne schimmert die Küste Afrikas. Es ist immer wieder schön die Küste entlang zu fahren, voller Vorfreude auf Tarifa und seine Strände.

Marokko ist nicht weit. Nur einen Katzensprung entfernt. An einem Tag kann man rüber nach Tanger und dort Marokko light erleben. Gibraltar bietet an nowind Tagen ein perfektes Ausflugsziel und zur Not kann man sich die Zeit noch mit Biken, Reiten, Klettern und Wandern vertreiben. Hauptsache raus aus dem nasskalten Schmuddelwetter, was wir im Rheinland Winter nennen.

Tarifa – das Kitemekka mal von seiner ruhigen Seite erleben

Während also zuhause die Nachbarn und Familienangehörigen noch die Ente von Weihnachten verdauen, stehen wir am Strand von Valdevaqueros und bauen unsere Kites auf. Im Gegensatz zum Sommer befinden sich nur eine handvoll Kiter am Strand. Es heißt im Sommer könne man hier nicht mehr treten und auf dem Wasser fahren sich alle über den Haufen, weil niemand aber auch wirklich niemand sich an die Vorfahrtsregeln hält. Mir ist es völlig unverständlich, wie man sich bei 35 Grad im Schatten – morgens um 8 Uhr –  überhaupt hier aufhalten kann, aber naja, jeder wie er will. Während der Levante an der Landebahn (Strandbars wie die Waves Beach Bar ist hier eine gute Navi-Eingabe-Hilfe) noch ablandig bläst, kommt er durch die Küstenlinie in Valdevaqueros sidshore rein.

Die Sonne scheint angenehm vom blauen Himmel und im Windschatten hinter dem Gebüsch sonnen sich einige Kite-Begleitungen in Badekleidung. Es ist ein herrlicher Tag mit Wind und Sonne und gemeinsamen Zeit auf dem Wasser, die einfach großen Spaß macht.

Und während wir uns in der gemeinsamen Kitepause hinter dem Gebüsch im Windschatten die Sonne auf die Haut scheinen lassen, freundet sich Manuel mit dem Hund der Nachbarn an. Der Hund gehört Martin und seiner Frau. Sie sind für zwei Wochen mit dem Auto von Deutschland nach Tarifa angereist. „Das ist gar nicht so wild,“ meint Martin, „wir wechseln uns ab, dann ist man ruckzuck da.“ Wir verabreden uns für abends in unserem Stamm-Restaurant, der Enoteca. Dort werfen sie frisches Fleisch auf die offene Flamme und servieren spanischen Wein. Direkt daneben befindet sich das berühmte Taco Ways. An dieser Bar führt kein Weg vorbei. Jeden Abend treffen sich vorwiegend Deutsche vor der Bar und trinken die selbstgemachten Cocktails des Barkeepers, dessen Haare verdächtig viel Ähnlichkeit mit denen von Tingeltangel-Bob haben. Wir treffen Bekannte vor dem Taco Ways, die wir letztes Jahr kennengelernt haben. Wir verabreden uns gleich für die Silvester-Party in den Straßen Tarifas.

Silvester in Tarifa

Während die Straßen am Abend von Silvester noch wie leer gefegt sind, füllt sich kurz vor Mitternacht der Platz vor der Kirche. Wie aus dem Nichts sind plötzlich hunderte von Menschen da, Live-Musik wird gespielt, alle fünf Meter gibt es einen Cocktailstand, an dem frisch gemixte Mojitos und Kuba Libre verkauft werden. Anja holt einen Beutel Trauben aus der Tasche.

„Zu jedem Glockenschlag müsst ihr jeder eine Traube schlucken,“ Anja blickt uns toternst an. Sie beginnt die Kerne aus den 12 Trauben in ihrer Hand zu puhlen.

Leicht irritiert schaue ich David an. „Wie jetzt? Jeweils eine Traube zu jedem Glockenschlag? Und was ist, wenn ich das nicht schaffe?“ wende ich mich an Anja, die emsig ihre Kerne aus den Trauben puhlt wie eine nordische Fischersfrau beim Krabbenpuhlen. Anja blickt auf ohne mit dem Entkernen ihrer Trauben aufzuhören. „Na dann hast du das ganze Jahr Unglück,“ kommentiert sie trocken meine Frage und drückt mir 12 Trauben in die Hand. „Du kannst sie ja mit Sekt runterspülen,“ meint Michaela und gibt mir ihre Sektflasche. Ihre Trauben sind nämlich schon entkernt. Mir bleibt keine Zeit mehr.

Die Kirchturmuhr beginnt zu schlagen und der Klang dröhnt durch die engen, vollen Gassen. Alle beginnen Trauben in ihren Mund zu stopfen. Nachdem die Glocken zum 12 mal geschlagen hat, habe ich immer noch 4 Trauben in meiner Hand, während ich tapfer auf dem Traubenresten in meinem Mund rumkaue. Das nächste Jahr werde ich wohl damit leben müssen, dass das Unglück mein Leben beherrscht.

Vielleicht passieren schlimme Dinge, wie z.B. das wir die verlängerten Wochenenden aufgrund fehlenden Windes mehr mit Trinken als mit Kiten beschäftigt sein werden, oder das überproportional viele Freunde einen Partner finden und vom Erdboden verschwinden oder dass Ryanair unser Sportgepäck verschlampt. Ich weiß gar nicht was schlimmer sein wird…

ich besorge mir erstmal einen Kuba Libre. Die Band spielt und die Menschen beginnen auf der Straße zu tanzen. Anscheinend haben sie alle ihre Trauben runterwürgen können. Wer will schon 12 Monate Pech und lauter Pärchen-Freunde? Nächstes Jahr zu Sylvester werde ich besser vorbereitet sein. Vielleicht ziehe ich dann auch die rote Unterwäsche an, die Anja noch schnell im Calzedonia am Flughafen für die Mädels besorgt hat. Soll angeblich auch Glück bringen. Oh mein Gott, es wird nur noch Pärchen-Freunde in meinem Leben geben, von denen ich dann so Sachen höre wie: „Es ist doch auch mal schön mit seinem Partner was zu machen, anstatt immer alleine kiten zu gehen, Activity zu Beispiel. Die Freunde von ihr sind auch total nett und sie steht halt nicht so auf Sand zwischen den Zeen…“ Da hilft nur eins: Trinken. Die Nacht wird feucht und fröhlich und wir bleiben wach bis die Morgenröte anbricht.

Neujahr in Tarifa

Am nächsten Vormittag scheint die Sonne durch das Fenster. Es ist wenig Wind angesagt. Schon mal Glück gehabt. Kein total verkatertes Alibi-Kiten nötig. Puh, immer dieser Aberglaube. Als wir gemütlich am Frühstückstisch sitzen, kommt Michaela die Treppe runter. Mit roten Augen fragt sie uns, ob wir wissen in welcher Unterkunft Manuel untergebracht ist. Anja hat gestern Nacht noch Manuels Handy eingepackt. Außerdem musste Michaela gestern die humpelnde Anja noch nach Hause schleifen, die keine 200 Meter vor unserer Tür noch eines der Angebot der wildhupenden Jungs annehmen wollte, sich von ihnen nach Hause fahren zu lassen. Anja war am Silvesterabend nämlich noch auf unsere Treppe ausgerutscht und hatte die Schmerzen einfach mit viel Sekt und Schnaps weggespült. Uns wird klar, dass wir auch nicht wissen, wo Manuel wohnt. Wir haben uns die Tage immer nur am Supermarkt getroffen. Immer wieder piept sein Handy. In der Annahme, dass es geklaut wurde, versucht er es zu sperren. Sein Apple Konto findet das anscheinend unnötig. Auf dem Handy erscheint erneut die Anzeige, dass der Vorgang missglückt ist. Tja, Sicherheit steht bei Apple an erster Stelle. Wir fangen an den Gesprächsverlauf unserer Whatsapp Gruppe zu durchforsten. Zum Glück hatte Michaela vor dem Urlaub nach Manuels Unterkunft gefragt, so erfahren wir, welches Apartmenthaus er bewohnt. Auf dem Weg zum Strand besuchen wir Manuel in seiner Unterkunft und nachdem wir mit einem jungen Mann durchs Fenster diskutiert haben, dass unser Freund hier wohnt, werden wir eingelassen  und finden Andreas in der Küche. Das Surfers Residence ist ein Hostel mit 2 bis 4 Betten pro Zimmer, mit Gemeinschaftsküche und einer riesigen zweistöckigen Dachterrasse. Alles neu gemacht und stylisch eingerichtet. Wir sind begeistert. Das nächste Mal kommen wir auch hierher. Der Ausblick ist fantastisch.

Umgebaut und renoviert wurde das Haus von dem Deutschen Julian, der sogar an ein Storage für Kitematerial gedacht hat. Nach der erfolgreichen Übergabe des Handys begeben wir uns zum Neujahrs- Trinken in die Strandbar am Stadtstrand. Ein paar locals kiten direkt in dem Windkanal zwischen Brücke und Gefängnisinsel. Hier passen maximal 5 Kiter aufs Wasser. Der Slot ist klein. Wir genießen die Sonne und die Wärme am 1. Januar mit Blick auf den südlichsten Zipfel Europas – am Horizont zeichnet sich die Küste Afrikas ab. Wenn mehr Welle ist, kommen hierher auch die Wellenreiter.

Wohnen in Tarifa

Während Manuel direkt in der Altstadt residiert, liegt unser Apartment diesmal an der großen Einkaufsstraße Richtung Mercadona – gefunden bei AirBnB. Letztes Mal hatten wir ein Apartment hinten auf dem Berg. Befreundete Auswanderer haben dort auf dem Berg ein Grundstück gekauft und das sich darauf befindliche Haus restauriert. Von der Terrasse kann man sehen, wann die ersten Kitersurfer auf dem Wasser sind.

In Tarifa darf nichts neu gebaut werden. Die einzige Chance die man hat, ist eine runtergekommene Hütte zu kaufen und diese neu aufzubauen. Dabei muss jedoch der Grundriss eingehalten werden. Da die Nachfrage so groß ist und alle hoffen, dass die spanische Bürokratie nicht hinschaut, befinden sich überall in der Gegend Häuser, die ohne Genehmigung gebaut sind. In regelmäßigen Abständen rückt der Abrissbagger an und reißt die illegalen Häuser ab.

Fährt man den Berg hoch, muss man darauf hoffen, dass die dort freilaufenden Kühe und Pferde nicht auf der Straße rumstehen. Besonders lustig ist es, wenn man den 6:50 Uhr Ryanair-Flug kriegen will und es die auf dem Weg schlafenden Kühe morgens um 2 Uhr trotz wildem Gehube irgendwie nicht einsehen aus dem Weg zu gehen. Das einzige was da hilft, ist auszusteigen und wild schreiend auf die Kühe zuzurennen. Neben Kühen und Pferden, gibt es aber auch Schweine und Schafe.

Der Besitzer der Pferde hat die Fläche und ihre Nahrung genau berechnet. Sie reicht für seine 10 Pferde und die Tiere der Nachbarn. Mehr kann er hier nicht halten. Die Landschaft gibt im Sommer so gut wie nichts an Nahrung her.

Parken in Tarifa

Die Parksituation in Tarifa ist nicht so schlecht wie erwartet. Um die Altstadt herum und in den Seitenstraßen der Neustadt gibt es eine Menge kostenlose Parkplätze, aber es gibt halt auch eine Menge Autos. Nach dem wir rückwärts in die Einbahnstraße reinfahren, um das Kitematerial und die Einkäufe auszuladen, begebe ich mich auf Parkplatzsuche. In einer Seitenstraße finde ich einen Parkplatz und freue mich. Als ich am nächsten Nachmittag das Auto holen will, ist die gesamte Straße wie leer gefegt. Ich entdecke ein Schild, auf dem steht, dass dienstags immer Markt ist. Im Urlaub vergisst man ja schnell welcher Wochentag es ist.  Heute ist Dienstag. Sandra berichtet, dass ihr das auch schon passiert ist und sie neben der Auslösesumme noch eine Strafgebühr von 60 Euro zahlen musste. Außerdem weiss sie, wo man sein Auto abholen muss. Abends ziehe ich in Verstärkung mit drei Jungs los. Die Auslösestelle ist besetzt mit einem sehr jungen Polizisten, der sehr viel Verständnis dafür hat, das MEIN Auto abgeschleppt wurde.

Und siehe da, der Frauen-am-Steuer-Faktor hilft mir um die Strafgebühr von 60 Euro herum. Oder die drei Männer, die ruhig im Raum rumstehen. Wer weiß das schon.

Ich darf mein Auto vom Hof fahren und parke wieder in der gleichen Straße. Morgen ist ja kein Markt. Sandra ist empört, als sie hört, dass ich keine Strafe bezahlen musste. Hätte sie mal auch drei Männer mitgenommen…

Die Küste entlang

Am nächsten Tag ist der Wind zu stark und zu böig, um in Valdevaqueros mit weniger als 95 Kilo auf den Rippen Kiten zu können. Wir fahren nach Canos de Meca. Eine Stunde entfernt die Küste hoch, bläst der Wind zumeist 5 Knoten weniger. Während der sich in Valdevaqueros über den Berg kämpfen muss, hat er sich in Canos beruhigt. Bis er hier ist, hat er ein gutes Stück übers Meer zurück gelegt. Der Wind kommt als Levante durch die Meerenge von Gibraltar, dreht sich dann ein und strömt an der Küste entlang Richtung Norden. In Canos geht keiner verloren, da die Bucht abtreibende Kiter einfängt. Leider befinden sich am Ende der Bucht dicke Felsen. Doch bei der Abtriebsrate in unserer Gruppe ist es schon ganz gut, wenn der abtreibende Kiter nicht in Amerika rauskommt.

Canos gefällt uns gut, so verbringen wir die nächsten Tage an diesem Spot und der dazugehörigen Strandbar. Wir treffen Tom und seine Freunde. Tom treffen wir beinahe jedes Jahr zu Sylvester in Tarifa. Nächstes Jahr wird er es nicht hierher schaffen. Er macht eine Weltreise. Kite-around-the-world sozusagen. Wir freuen uns für ihn.

Springflut

Nach einem Tag Windpause, dreht der Wind nun auf Poniente, d.h. der Wind kommt von westlicher Richtung und bläst auflandig auf die Costa de la Luz. Der Wind schaukelt die Wellen auf und dank des Vollmonds springt die Flut über den Strand und lässt die Lagune voll laufen. Es ist zwar verboten in der Lagune zu kiten, aber spiegelglattes, stehtiefes Wasser lässt sich hier wohl kaum einer entgehen. Die Umweltschützer finden das gar nicht so witzig und ließen Pfähle in die Lagune rammen. In alter spanischer Manier rückten ein paar mutige Freiheitskämpfer aus und sägten bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion jeden zweiten Pfahl ab. Jetzt gleiten die besonders mutigen Kiter zwischen den Pfählen hindurch und nutzen so die ganze Länge der Lagune zum Kiten.

Poniente hat jedoch manchmal auch die unschöne Angewohnheit die Brandung zu einer hohen Wellen aufzuschaukeln. Da schaffen es dann nur noch die Pro´s durch.

Nach Gibraltar auf den Affenberg

Wir machen einen Ausflug nach Gibraltar. Gibraltar liegt auf englischem Hoheitsgebiet. Zur Einreise muss man seinen Ausweis vorzeigen. Hat man die Passkontrolle passiert,  muss man die Ladebahn des Flughafens überqueren. Als wir ankommen, geht gerade die Schranke runter. Nur noch British Ariways hat die Erlaubnis hier zu landen. Der Flughafen gehört zu den schwierigsten Flughäfen der Welt. Doch auf was, was jetzt passiert, sind wir nicht vorbereitet. Keine 100 Meter vor uns geht ein Airbus runter und kommt mit einem riesen Krach auf der Landebahn zum stehen.

Völlig geschockt fahren wir weiter als die Schranke aufgeht und parken am Fuße der Seilbahn. Wir wollen auf den Affenberg. Friedlich sitzen die Affen in der Sonne. Ein wenig enttäuscht wandern wir weiter. Haben wir doch so viele Geschichten von angriffslustigen Affen gehört, die Touristen beißen und ihnen die Sandwiches klauen.

Auf halben Weg gibt es ein Ausflugs-Restaurant.

Dort gibt es ganz im englischen Stil Pie mit Erbsen- und Fleischfüllung. Es schmeckt genauso widerlich wie ich es immer erwartet habe. Herrlich.

In dem Felsen haben sich früher die Soldaten verschanzt. Er ist durchlöchert und überall lagern noch für die bessere Vorstellungen der Touristen Kanonen und Soldaten-Puppen. Der Felsen beherbergt jedoch noch etwas anderes. Eine Tropfsteinhöhle, in der auch Konzerte gegeben werden.

Auf dem Rückweg muss ich unbedingt noch in die Stadt. Hier sieht es aus wie in einer englischen Kleinstadt. Sogar ein Bobby läuft hier in voller Montur umher und bewacht die Straßen von Gibraltar.

Surfer Leben in Tarifa

Das Leben in Tarifa ist für viele ein Traum. Leider können die wenigsten Arbeit und Leben in Tarifa kombinieren. Immer wieder kommt abends das Thema auf doch einfach eine gemeinsame Abbruchhütte zu kaufen und diese zu renovieren. Es braucht auf alle Fälle einen großen Grill im Hof, um ein halbes Schwein grillen zu können. „Und mit Blick aufs Meer,“ wirft Daniel ein. Wir sind uns einig, der Plan steht. Auf dem Weg nach Valdevaqueros sehen wir am Wegesrand ein Schild: Se vende – Zu verkaufen. „Mensch, das gibt’s doch nicht, sogar mit Außenküche,“ rufe ich, als wir aus Spaß anhalten, um über die Gartenmauer zu lunsen.

Wer weiß, vielleicht gründen wir dann in ein paar Jahren doch noch eine Surfer-Kommune in Tarifa. Bis dahin müssen wir uns wohl doch noch mit dem 6:50 Uhr Flug von Ryanair abplagen und so oft wie möglich herkommen.

 

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